Montag, 25. Mai 2015

Schneeweißchen und Rosenrot


Eines meiner Lieblingsgehölze wächst in etwa 100 Exemplaren im BGFAS. Es ist der Weißdorn. Als Crataegus monogyna tritt er in zwei Erscheinungen auf. Einerseits als Zuchtform mit roten Blüten und andererseits relativ wild oder verwildert mit schönen weißen Blüten. Im Gegensatz zu den roten Exemplaren auch eher als Strauch. Beiden ist aber gemein, dass sie wertvolle Lebensräume für Tiere und auch deren Nahrungslieferant sind. Diesen Zusammenhang hatte ich in einem früheren Beitrag bereits einmal erwähnt. Aber gute und wichtige Dinge kann man auch mehrmals berichten. Die Mutter der Weisheit wird das gut heißen. 

Die Blüten von Crataegus riechen typisch nach Trimethylamin, was von Manchem als unangenehm empfunden wird. Tee und andere Produkte aus den Blüten und Blättern sind jedoch wichtig als Medizin gegen Herzprobleme und Bluthochdruck.

An der Mauritiuskirche kann man Schneeweißchen und Rosenrot nebeneinander sehen. 




Samstag, 16. Mai 2015

Ribes sanguineum - Blut-Johannisbeere (152)

Familie: GROSSULAREACEAE
Gattung: Ribes


Hier also die Richtigstellung. Und meine Entschuldigung an die Blut-Johannisbeere, welche ich unter falschem Namen vorgestellt hatte. 
Ein weiterer Vertreter der Stachelbeergewächse. Die wechselständigen Blätter von Ribes sanguineum sind mit einer Spreite von bis zu 10 cm deutlich größer als bei dem schon vorgestellten Ribes alpinum. Ihre Der rundliche Umriss weist 3 bis 5 Lappen auf, erinnert also ein wenig an die Blätter von Bergahorn. Die Blätter sind behaart und fassen sie daher wollig an. Ribes sanguineum blüht in rosa bis roten Trauben. Die dann an kleinen Reben wachsenden Früchte munden mir ausgezeichnet. Sie haben für mich den selben Geschmack wie die schwarze Johannisbeere - was ja auch zu meinem Irrtum führte. Bei den von mir gepflückten und verkosteten Exemplaren hatten sie auch deren schwarze Farbe und 6 mm Durchmesser. Waren also etwas kleiner als die schwarzen Schwestern. Ob sie sind auch ebenso gesund sind? Ich weiß es nicht.


Samstag, 9. Mai 2015

Es irrt der Mensch so lang er strebt ...

... lässt Goethe im Prolog seines Faust vom HERR sagen. Im August des vergangenen Jahres habe ich geirrt, als ich die schwarze Johannisbeere vorgestellt habe. Die Früchte welche ich aß, schmeckten so, wie ich diese Frucht in Erinnerung hatte und sie waren auch schwarz. Jetzt sehe ich die Sträucher, von welchen ich die Beeren pflückte blühen und stelle fest, sie blühen anders als die Schwarze Johannisbeere blühen sollte.
Das liegt aber eindeutig nicht an den Sträuchern. Schuld ist meine fehlerhafte Zuordnung. 
So werde ich die schwarze Johannisbeere erst einmal aus dem Verzeichnis heraus nehmen. Und dafür die Blut-Johannisbeere vorstellen. Ein Bild schon mal vorab.

Samstag, 2. Mai 2015

Cytisus scoparius - Besenginster (159)

Familie: FABACEAE
Gattung: Cytisus


Auch wenn der Strauch den Zusatz Ginster im Namen trägt, ein echter Genista ist er nicht. Die Gattung Cytius ist eingenständig. Besenginster wächst aufrecht und wird 1 bis 2 Meter hoch. Wenn er nicht gerade blüht, ist er ziemlich kahl. Die kleinen wechselständig oder in Büscheln wachsenden Blätter fallen schnell ab. Ihre steilen Äste sind fünfkantig. 
In der Blütezeit (Mai) ist der Strauch von den gelben Blüten regelrecht übersät. Da sieht er richtig schön aus. So wie mir auch die Einzelblüte sehr gefällt. Diese ist nicht nur schön - sie verfügt auch über einen ausgeklügelten Mechanismus ihre Pollen über auf ihnen landende Hummeln auszustreuen. Wie eine Feder entspannt sie sich und schleudert so die Pollen auf ihre Bestäuber. 
Mein Dank geht an die Pflanzenfreunde der Kiezspinne. Dort steht nämlich das einzige Exemplar dieses interessanten Gewächses.