Dienstag, 23. Juni 2015

erstes Sommerloch entdeckt


Vor fast genau einem Jahr, habe ich hier Neu Stonehenge vorgestellt. Heute habe ich genau dort, in einem der Megalithe das erste Sommerloch des Jahres entdecken können. Und das bereits am 3 Tag des Sommers. Es dürfte eines der frühesten Sommerlöcher der letzten 25 Jahre sein. Dem gegenwärtigen Wetter gemäß, ist es allerdings mit Regenwasser gefüllt.

In unernster Wissenschaft ist zu vermuten ist, dass es sich hier um eine Opferschale handelt.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Lonicera involucrata var. Ledebourii - Kalifornische Heckenkirsche (160)

Familie: CAPRIFOLIACEAE
Gattung: Lonicera


Diesen Strauch mit wunder-schönen Blüten, habe ich inmitten des kleinen Waldes entdeckt. Er hat die für ihn vorgesehene Wuchshöhe von 3 m bereits erreicht. Hier im BGFAS blüht diese Heckenkirsche bereits im April. Wie kleine Trichter wirken die gelben Blüten, dessen Farbton vorn in Orange übergeht. Sie stehen, wie das bei den Heckenkirschen so ist im Paar zusammen. Aus diesen werden dann die typischen Doppelfrüchte. Bei Lonicers invulcrata werden diese dann schwarz sein. Sie sind schwach giftig und sollen wohl auch nicht besonders schmecken. 

Die dunkelgrünen Blätter sind eiförmig und gegenständig angeordnet. Als sommergrüner Strauch wirft sie die kalifornische Heckenkirsche im Herbst ab. Ursprungsort ist, wie der Name schon sagt Kalifornien.

Montag, 8. Juni 2015

Betriebsausflug in den hohen Norden

Nach den guten Erfahrungen aus dem Betriebsausflug nach Herzberge, hat der BGFAS diesmal eine weitere Reise unternommen. Es ging mit dem ÖPNV in den hohen Norden Berlins - in den Bezirk Reinickendorf. Auch dieser hat in Bezug auf Landschaft und Natur einiges zu bieten. Dort befindet sich beispielsweise der Tegeler Forst. Der Tegeler Forst ist ein Landschaftsschutzgebiet. Auf gut begehbaren Wegen kann man dort sowohl den ältesten, als auch den höchsten Baum Berlins besichtigen. Zum Ausflug waren dieses Mal auch die Familienangehörigen des BGFAS-Kollektivs eingeladen. Welchen die Exkursion ausgezeichnet gefallen hat. Wenn ich das einmal voraus schicken darf.

Die "Dicke Marie"
6,65 m Stammumfang, 26 m Höhe.
Startpunkt zur Wanderung bildete der U-Bahnhof Alt-Tegel. Wenn man von dort in Richtung des Forsts losgeht, hat man bereits den Eindruck nicht mehr in der Großstadt, sondern im Urlaub auf dem Lande zu sein. Nach 1/2 Stunde Weg erreichten wir das erste Ziel des Tages, die "Dicke Marie". Dieser Eiche wird nachgesagt, dass sie der älteste Baum von Berlin ist. Ihr Alter wird lt. Faltblatt des Berliner Senates auf 700 bis 1000 Jahre geschätzt. Aber selbst, wenn Marie "nur" 500 - 600 Jahre alt wäre, ist das schon etwas Besonderes. Den Namen erhielt der Baum von den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt (nach einer beleibten Köchin) schon vor mehr als 200 Jahren. Der Baum muss also bereits damals auffallend stark gewesen sein. 

Aber weiter in der Wanderung. Diese führte von nun an auf dem "Blumenweg" immer in westlicher Richtung, quer durch den als Referenzfläche ausgewiesenen Abschnitt des Tegeler Forsts. Referenzfläche bedeutet, das auf mindestens 10 Prozent der Waldfläche der Forstmann nicht in das Geschehen eingreifen darf. So sieht man hier eine Vielzahl schöner und mächtiger Bäume in jeder Form. Auch als Totholz am Boden liegend. Vor allem aber strecken sie sich stark in den Himmel. Hauptsächlich Eichen, Buchen, Lärchen und Kiefern. 
An mehreren Stellen erklären Tafeln Dinge zum Wald und zur Natur im Allgemeinen. So befindet sich zum Beispiel kurz hinter der vorsichtig zu überquerenden Konradshöher Straße eine Fläche, auf welcher das schwere Unwetter 2002 viele Bäume umgeworfen hatte. Nicht nur das die Bäume liegen gelassen wurden - die Situation wird auch anschaulich erklärt. Zum Glück hat es den höchsten Berliner Baum damals verschont. 43 m hoch reckt sich eine fast 3 m im Umfang messende Lärche in den Berliner Himmel. 
Weiter führte uns der Weg zu einem schönen Waldspielplatz. Hier ist auch der westlichste Punkt des Ausfluges erreicht. Über den Försterweg geht es zurück zum Ausgangspunkt. Wieder entdeckten wir gewaltige Bäume. In einem Abschnitte auch eine Vielzahl von "Biotopbäumen". Also Bäume, welche auch als Lebensmittelpunkt anderer Lebewesen eine besondere Rolle spielen. Kurz bevor wir an das Westufer des Tegeler Sees kamen, betrachteten wir noch die Wildgatter mit Damwild und Wildschweinen.


Wandern macht hungrig und durstig. Wir rasteten daher ausgiebig in der "Waldhütte am See". Bei dem herrlichen Wetter nahmen wir selbstverständlich im Freien Platz und genossen das hier Sonttags angebotene mediterrane Brunch. 

Ausklingen ließen wir die Exkursion mit einer Dampferfahrt auf dem Tegeler und Niederneuendorfer See. 

Uns hat es Spaß gemacht. Es war vom Gefühl wie ein Urlaubstag.

Montag, 1. Juni 2015

no name, no face, no number


Einer der großen Songs von Traffic. Nachdem ich in der  Berliner Woche davon las, dass der große Spielplatz vor meinem Haus teilsaniert werden soll, passierte das, was ich besonders gut kann: ich hörte das Gras wachsen. Was zugegebenermaßen manchmal auch dazu führt, etwas zu hören was gar nicht wächst. Im Klartext: ich befürchtete, dass in diesem Zusammenhang möglicherweise auch Bäume gefällt werden und habe darum einen Rundgang auf dem Spielplatz durchgeführt. Ich musste dabei feststellen, dass einer meiner Lieblingsbäume keine Katasternummer mehr trägt. Auf Nachfrage teilte mir das Straßen- und Grünflächenamt mit, dass zu keiner Zeit die Option bestand, für die Arbeiten Bäume zu fällen. Die Formulierung gefällt mir.
Dennoch nehme ich gern die Möglichkeit wahr diesen Baum nochmals zu zeigen. Zumal Acer campestre ja Baum des Jahres ist. Das Exemplar auf meinem Spielplatz ist sicherlich nicht der gewaltigste und älteste Feldahorn des Bezirkes - für mich aber einer der schönsten.
Daher auf dem Spielplatz steht, nutze ich diesen Beitrag auch gleich mit, um uns zum internationalen Tag des Kindes zu gratulieren. Denn Kinder sind wir doch alle.